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Innovationspreis für Klima und Umwelt 2011 verliehen

Bereits zum dritten Mal wurde der Innovationspreise für Klima und Umwelt 2011 gemeinsam vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und dem Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) verliehen. Die Verleihung erfolgte durch Bundesumweltminister Norbert Röttgen und BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber.

Der Preis würdigt herausragende Innovationen aus, die ihren Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten. Die hochrangig besetzte Jury unter Vorsitz von Prof. Klaus Töpfer wählte aus zahlreichen Bewerbungen aus Wirtschaft und Forschung vier Preisträger für den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt 2011 (IKU) aus. Die wissenschaftliche Bewertung erfolgte durch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe.

Auch in 2011 waren zahlreiche Bewerbungen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen eingegangen. Der IKU 2011 wurde mit Förderung der Klimaschutzinitiative des BMU in insgesamt vier Kategorien verliehen, die jeweils mit 25.000 Euro dotiert sind.

In der Kategorie "Prozessinnovationen für den Klimaschutz" siegte das Team der Fels-Werke GmbH und Ecoloop GmbH aus Goslar. Unter dem Namen Ecoloop entwickelte es ein Verfahren, bei dem mit Hilfe von Kalk aus überaus schadstoffreichen Abfällen und Biomasse reines Synthesegas hergestellt werden kann. Ecoloop-Anlagen können in Zukunft unterschiedlichste industrielle Prozesse ergänzen und den Verbrauch fossiler Ressourcen sowie den CO2-Ausstoß reduzieren.

Die Celitement GmbH aus Eggenstein-Leopoldshafen bei Karlsruhe erhielt den Preis in der Kategorie "Produkt- und Dienstleistungsinnovationen" für die Entwicklung von klimafreundlichem Zement. Der "Kleber" im Beton ist in der Baubranche unverzichtbar – jährlich werden mehr als drei Milliarden Tonnen Zement produziert. Die Idee: Celitement lässt sich schon bei rund 200 Grad Celsius erzeugen. Im Vergleich zur herkömmlichen Zementproduktion wird für Celitement nur halb so viel Energie verbraucht, halb so viel CO2 ausgestoßen und bis zu zwei Drittel weniger Kalkstein verbraucht. Siehe unsere Meldung vom 24.10.2011.

Mit einem umweltschonenden Verfahren zur Metallumformung metallischer Stützringe für moderne Dichtungselemente wurde Freudenberg Sealing Technologies aus Weinheim mit dem IKU 2011 in der Kategorie "Umweltfreundliche Technologien" ausgezeichnet. Im Vergleich zum konventionellen Verfahren spart die neue Schmalband-Umform- und Lasertechnikanlage (SUL) durchschnittlich 73 Prozent Stahl ein – das sind 1800 Tonnen pro Jahr. Damit werden auch rund 2700 Tonnen weniger CO2 ausgestoßen.

Der Preis für "Technologietransfer" ging an Ingenieure ohne Grenzen e.V. in Berlin. Die Kompetenzgruppe erneuerbare Energien entwickelte für die Landbevölkerung in Tansania "BiogaST" – Kleinst-Biogasanlagen, die zukünftig genügend Energie liefern, um zwei Mahlzeiten am Tag zu kochen und in den Abendstunden für Beleuchtung sorgen. Rohmaterial für die Mini-Anlagen sind Erntereste der regionaltypischen Bananenstauden. Die Anlage ist so konzipiert, dass sie von den Tansaniern selbstständig mitfinanziert, gebaut und betrieben werden können.

Die mit dem IKU ausgezeichneten Projekte veranschaulichen eindrucksvoll, dass Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg kein Widerspruch sind. Dies zeigt auch eine neue Kurzstudie, die Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen anlässlich der IKU-Preisverleihung präsentierte. Die von den Instituten gws Osnabrück und IFEU Heidelberg erarbeitete Studie analysiert die gesamtwirtschaftlichen Wirkungen von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. Dabei kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass sowohl eine verstärkte Energieeffizienz als auch der Ausbau der erneuerbaren Energien mit positiven gesamtwirtschaftlichen Effekten verbunden sind und zu zusätzlichen Arbeitsplätzen, steigender Energiesicherheit und neuen Exportchancen führen.

Weitere Informationen zu den Preisträgern des IKU 2011 sowie Bewerbungsunterlagen für die nächste Runde sind unter www.iku-innovationspreis.de zu finden.

Bild: Alle Preisträger mit Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen

Autor(en): Aus der Pressemeldung des Bundesumweltministeriums
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